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<title>Hamburger Chinesenviertel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hamburger Chinesenviertel</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b>Hamburger Chinesenviertel</b>, auch <i>Chinesenkolonie</i> oder <i><a href="Chinatown" title="Chinatown">Chinatown</a></i>, war die Bezeichnung für ein kleines Quartier rund um die Schmuckstraße – westlich in die <a href="Gro%C3%9Fe_Freiheit" title="Große Freiheit">Große Freiheit</a> und östlich in die Talstraße mündend – im Grenzgebiet zwischen <a href="Hamburg-St._Pauli" title="Hamburg-St. Pauli">St. Pauli</a> und der bis 1938 eigenständigen Stadt <a href="Bezirk_Altona" title="Bezirk Altona">Altona</a>. Das Viertel wurde ab etwa 1890 verstärkt von chinesischen Seeleuten, Geschäftsleuten und Migranten belebt und 1944 durch die <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> mit Massenverhaftungen und Internierungen während einer sogenannten <i><a href="Chinesenaktion" title="Chinesenaktion">Chinesenaktion</a></i> aufgelöst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung_am_Ende_des_19._Jahrhunderts">Entstehung am Ende des 19. Jahrhunderts</h2></div>
<p><a href="Chinesen_in_Deutschland" title="Chinesen in Deutschland">Chinesen in Deutschland</a> waren zahlenmäßig eine eher kleine Zuwanderergruppe, nach Hamburg kamen sie hauptsächlich über die <a href="Handelsmarine" title="Handelsmarine">Handelsschifffahrt</a>. Als sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit der <a href="Geschichte_der_Seefahrt#19._Jahrhundert" title="Geschichte der Seefahrt">Industrialisierung der Seefahrt</a> und der Entwicklung der <a href="Dampfschiff" title="Dampfschiff">Dampfschiffe</a> die Arbeitsbedingungen für Seeleute entscheidend veränderten, heuerten europäische Reedereien verstärkt fremdländische, unter anderem auch chinesische Arbeitskräfte an. Diese stammten in der Regel aus den Hafenstädten <a href="Guangzhou" title="Guangzhou">Guangzhou</a> (Kanton) in der Provinz <a href="Guangdong" title="Guangdong">Guangdong</a> und <a href="Ningbo" title="Ningbo">Ningbo</a> in <a href="Zhejiang" title="Zhejiang">Zhejiang</a> und wurden von der <a href="Hamburg-Amerikanische_Packetfahrt-Actien-Gesellschaft" title="Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft">Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft</a> (HAPAG) und dem <a href="Norddeutscher_Lloyd" title="Norddeutscher Lloyd">Norddeutschen Lloyd</a> (NDL) in Hongkong und Shanghai vor allem als <a href="Schiffsheizer" title="Schiffsheizer">Heizer</a> oder <a href="Kohlentrimmer" title="Kohlentrimmer">Trimmer</a> eingesetzt. Es handelte sich dabei um Tätigkeiten, die auf den großen Schiffen schon allein wegen der Tiefe des Maschinenraums und der dortigen Hitzeentwicklung als die schwersten und belastendsten galten.
</p><p>Sowohl ihre Arbeitgeber wie andere Mannschaftsmitglieder, aber auch die <a href="Arbeiterbewegung_in_Deutschland" title="Arbeiterbewegung in Deutschland">proletarischen Interessenvertretungen</a>, brachten den sogenannten „farbigen Seemännern“ rassistische Klischees und Ressentiments auf verschiedenen Ebenen entgegen. So galten sie einerseits als Arbeiter „billig und willig“, andererseits wurde allein mit ihrer Anwesenheit oftmals das Bild der <i><a href="Gelbe_Gefahr" title="Gelbe Gefahr">Gelben Gefahr</a></i> heraufbeschworen.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Mit großer Vorliebe engagiert ja jetzt der Lloyd chinesische Heizer und Kohlenzieher auf seinen Schiffen, weil diese ‚widerstandsfähiger gegen die Hitze‘ sein sollen, in Thatsache aber, wie wir schon mehrfach betonten, weil sie bedürfnisloser, also billiger und unterwürfiger sind.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <cite style="font-style:normal">Hamburger Echo vom 24. Mai 1892<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></cite></div></div>
<p>Die chinesischen Seeleute kamen in die europäischen Hafenstädte und blieben teilweise über längere Zeiträume, so auch in Hamburg. In dieser Zeit wandelte sich mit dem <a href="Geschichte_des_Hamburger_Hafens" title="Geschichte des Hamburger Hafens">wachsenden Hafen</a> die Bedeutung der einstigen <i>Vorstadt St. Pauli</i>, das Bild wurde neu geprägt von eben den fremden Seeleuten auf <a href="Landgang_(Schifffahrt)" title="Landgang (Schifffahrt)">Landgang</a>, denen man einen „Ort des Vergnügens, der Zerstreuung, der Leichtlebigkeit und – des Laster“ bot.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wie auch für Männer aus anderen Nationen entstand binnen einiger Jahre unter den Chinesen eine Infrastruktur, chinesische <a href="Baas_(Beruf)" title="Baas (Beruf)">Schlafbaase</a> sorgten für Übernachtungsplätze, Köche in Garküchen und Restaurants boten heimische Mahlzeiten, <a href="Schiffsausr%C3%BCster" title="Schiffsausrüster">Schiffsausrüster</a> verkauften speziellen Seemannsbedarf und unter Landsleuten wurden Dienstleistungen, Vergnügen und Kredite vermittelt.
</p><p>Andere Migranten aus China, die sich am Anfang des 20. Jahrhunderts in Hamburg zeitweise niederließen, waren Kleinhändler, die insbesondere Porzellanwaren auf Märkten und an Haustüren anboten. Sie stammten meist aus der Gegend von <a href="Qingtian" title="Qingtian">Qingtian</a> und sprachen im Gegensatz zu dem <a href="Kantonesische_Sprache" title="Kantonesische Sprache">Kantonesisch</a> der Seeleute im <a href="Wu_(Sprache)" title="Wu (Sprache)">Wu-Dialekt</a>. Abwertend wurden sie oft <i>Kofferchinesen</i> genannt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Auch wenn die Hamburgische Chinatown im Vergleich mit denen von <a href="Chinatown_(New_York_City)" title="Chinatown (New York City)">New York</a> oder <a href="Chinatown_(San_Francisco)" title="Chinatown (San Francisco)">San Francisco</a> nur sehr bescheidene Ausmaße hatte, wurde ab Anfang der 1920er Jahre dennoch in der Öffentlichkeit ein Chinesenviertel in St. Pauli wahrgenommen, insbesondere rund um die Schmuckstraße direkt an der Grenze zu Altona. Einen gewissen Schutz genossen die wenigen hundert Menschen durch die chinesische <a href="Gesandter" title="Gesandter">Gesandtschaft</a> in Berlin und das Auswärtige Amt, da die sich entwickelnden und mit einem Handelsvertrag von 1921 stabilisierenden wirtschaftlichen Beziehungen zur <a href="Republik_China_(1912%E2%80%931949)" title="Republik China (1912–1949)">Chinesischen Republik</a> nicht durch die Diskriminierung chinesischer Staatsangehöriger getrübt werden sollten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mediales_Interesse_in_den_1920er_Jahren">Mediales Interesse in den 1920er Jahren</h2></div>
<p>In den 1920er Jahren betrieben chinesische Inhaber auf St. Pauli mehrere <a href="Gastst%C3%A4tte" title="Gaststätte">Lokale</a>, <a href="Gark%C3%BCche" title="Garküche">Garküchen</a> und <a href="Laden_(Gesch%C3%A4ft)" title="Laden (Geschäft)">Läden</a>, wie das <a href="Chinesische_K%C3%BCche" title="Chinesische Küche">chinesische</a> Restaurant <i>Chop Shuy</i> in der Schmuckstraße 18 oder den Zigarrenladen von Ah Wan im Erdgeschoss der Schmuckstraße 7.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der angrenzenden <a href="Gro%C3%9Fe_Freiheit" title="Große Freiheit">Großen Freiheit</a> waren das <a href="Diskothek" title="Diskothek">Tanzlokal</a> <i>Neu-China</i> und das <a href="Caf%C3%A9" title="Café">Café</a>- und <a href="Ballhaus" title="Ballhaus">Ballhaus</a> <i>Cheong Shing</i> beliebte Treffpunkte, sowohl für die in Hamburg lebenden Chinesen wie die einheimischen St. Paulianer und Altonaer, sie wurden mit ihrer Mischung aus asiatischer Esskultur und westlicher Unterhaltung überregional bekannt. Die Atmosphäre fand 1927 Eingang in einen Artikel von <a href="Kurt_Tucholsky" title="Kurt Tucholsky">Kurt Tucholsky</a>:<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Im chinesischen Restaurant sangen sie beim Tanzen, die ganze Belegschaft, einstimmig und brausend.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Kurt Tucholsky</span>: <cite style="font-style:normal">Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, 1927<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></cite></div></div>
<p>In Polizeiberichten wie in Presseveröffentlichungen ist deutlich die Spannung zwischen Kriminalisierung des Fremden und Inszenierung exotischen Flairs formuliert. So wurde einerseits die chinesische Migration als „Landplage“ bezeichnet, eine sanitäre Gefährdung für die Hamburger Bevölkerung beschworen und eine notorische Kriminalität unterstellt, die vor allem im Schmuggel von <a href="Opium" title="Opium">Opium</a> und der Einrichtung von <a href="Opiumh%C3%B6hle" title="Opiumhöhle">Opiumhöhlen</a>, dem Betreiben von Glücksspiel und der Unterhaltung eines geheimen Tunnelsystems unter dem Stadtteil bestehen sollte. Beispielsweise fand am 4. August 1921 in der Hafenstraße 126 und am Pinnasberg 77 eine Razzia statt, dabei flog eine „als <a href="W%C3%A4scherei" title="Wäscherei">Wäscherei</a> und Gemüsegeschäft getarnte Opiumhöhle“ auf, 50 Personen – Chinesen, <a href="Japaner_(Kaninchenrasse)" title="Japaner (Kaninchenrasse)">Japaner</a> und Deutsche – wurden festgenommen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Oktober 1922 fand man bei einer Durchsuchung der <a href="Kneipe" title="Kneipe">Kellerkneipe</a> in der Schmuckstraße 7 Opium und Waffen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Kellerkneipe fand auch in den folgenden Jahren mehrfach Erwähnung. Sie soll aus zwölf verschachtelten Räumen bestanden haben, in denen Opium geraucht und ein Spielsalon betrieben wurde. In der Silvesternacht zum Neujahrstag 1925 wurde hier ein Mann namens Wong Chu ermordet, der Kriminalfall erregte gerade wegen des Milieus große Aufmerksamkeit, konnte aber nicht aufgeklärt werden.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erwähnenswert ist zudem der <i>Fall Langemaack</i>: im Jahr 1926 wurde öffentlich, dass die Polizei in St. Pauli in <a href="Drogenhandel" title="Drogenhandel">Drogengeschäfte</a> mit Chinesen verwickelt war.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Andererseits beschrieben Autoren das „nicht zu fassende Geheimnisvolle“, das zugleich die Attraktion und das Ambiente des Stadtteils St. Pauli unterstrich, so zum Beispiel in einem Essay des Lokaldichters <a href="Ludwig_J%C3%BCrgens" title="Ludwig Jürgens">Ludwig Jürgens</a>:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„St. Pauli’s China hat noch keinem Gast ein Leid angetan, Ruhe, Friede und ein ewiges Lächeln ist sein Gesicht. Ob es aber auch seine Wahrheit ist, kann niemand sagen. Haus bei Haus in der Schmuckstraße ist von der gelben Rasse bewohnt, jedes Kellerloch hat neben oder über dem Eingang seine seltsamen Schriftzeichen. Die Fenster sind dicht verhängt über schmale Lichtritzen huschen Schatten, kein Laut dringt nach außen. Alles trägt den Schleier eines großen Geheimnisses. […] Ob sie wirklich dem Opium frönen oder der zweiten großen Nationalleidenschaft, dem Glücksspiel, nachgehen, keiner vermag es zu sagen.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Ludwig Jürgens</span>: <cite style="font-style:normal">Chinesenviertel, 1930<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></cite></div></div>
<p>Anfang der 1920er gründete Chen Jilin, ein Seemann, der 1915 aus <a href="Ningbo" title="Ningbo">Ningbo</a> nach Hamburg gekommen war und nunmehr für den <a href="Norddeutscher_Lloyd" title="Norddeutscher Lloyd">Norddeutschen Lloyd</a> Seemänner in Arbeit vermittelte, einen Matrosenclub, aus dem später der <i>Chinesische Verein in Hamburg</i> hervorging. Dessen Gründung am 10. Oktober 1929 im Ballhaus <i>Cheong Shing</i> an der Großen Freiheit fand einige öffentliche Beachtung, insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der Handelsbeziehungen des Deutschen Reichs zu China.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verfolgung_während_des_Nationalsozialismus"><span id="Verfolgung_w.C3.A4hrend_des_Nationalsozialismus"></span>Verfolgung während des Nationalsozialismus</h2></div>
<p>Mit der <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtübergabe</a> an die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">Nationalsozialisten</a> verschärften sich ab 1933 auch die rassistischen Diskriminierungen gegenüber Chinesen. Seeleute wurden bei den großen Reedereien zunächst abgemustert, doch bei sinkenden Arbeitslosenzahlen ab 1935 wieder angeheuert. Ab 1936 war eine verschärfte Kontrolle und Überwachung der in Hamburg ansässigen Chinesen zu verzeichnen, sowohl durch die <a href="Geheime_Staatspolizei" title="Geheime Staatspolizei">Gestapo</a> als auch durch die <a href="Kriminalpolizei_(Deutschland)" class="mw-redirect" title="Kriminalpolizei (Deutschland)">Kriminalpolizei</a> und die <a href="Zoll_(Beh%C3%B6rde)" title="Zoll (Behörde)">Zollfahndungsstelle</a>, die bei den Straßenhändlern und Gastwirten Vergehen gegen die verschärften Bestimmungen der <a href="Devisenfahndungsamt" title="Devisenfahndungsamt">Devisenverordnung</a> argwöhnten.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Mit einem Erlass vom 25. Januar 1938 und der Einrichtung einer <i>Zentralstelle für Chinesen</i> unter <a href="Reinhard_Heydrich" title="Reinhard Heydrich">Reinhard Heydrich</a> in Berlin wurden die Hafenstädte Hamburg und <a href="Bremen" title="Bremen">Bremen</a> darauf hingewiesen, dass gegen eine verstärkte Einwanderung von Chinesen „besonders scharf“ vorzugehen sei. Die rassenpolitische Ausrichtung trat deutlich in Punkt 12 des Erlasses zutage, nach dem „Chinesen, die mit deutschen Frauen zusammenleben oder mit ihnen uneheliche Kinder erzeugt haben“, die weitere Aufenthaltserlaubnis zu verweigern sei und sie aus dem Reichsgebiet auszuweisen seien.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Konkrete Auswirkungen waren in der Folgezeit durch vermehrte Razzien im Hamburger Chinesenviertel zu spüren, so zum Beispiel am 13. Oktober 1938, als nach einer Durchsuchung von mehreren Wohnungen in der Schmuckstraße 69 Männer chinesischer Herkunft zum <a href="Staatspolizeileitstelle_Hamburg" title="Staatspolizeileitstelle Hamburg">Gestapo-Hauptquartier</a> gebracht wurden. Zehn von ihnen hatten keine gültigen Papiere, den anderen konnten keine Vergehen nachgewiesen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Im_Zweiten_Weltkrieg">Im Zweiten Weltkrieg</h3></div>
<p>Zu Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> hielten sich neben den Hamburger Chinesen auch etwa 100 chinesische Seeleute im Hamburger Hafen auf, die vorerst interniert wurden, aber noch im Herbst 1939 Deutschland Richtung China verlassen konnten. In der weiteren Entwicklung des Krieges erklärte China nach dem japanischen <a href="Angriff_auf_Pearl_Harbor" title="Angriff auf Pearl Harbor">Angriff auf Pearl Harbor</a> dem Deutschen Reich am 9. Dezember 1941 den Krieg. Für die nach wie vor in Deutschland ansässigen Chinesen bedeutete dies den Verlust des letzten diplomatischen Schutzes, der bis dato durch das Chinesische Generalkonsulat in Hamburg gegeben war. Betroffen waren auch kriegsgefangene chinesische Seeleute britischer Handelsschiffe, die von der deutschen Marine aufgebracht worden waren. Im Frühjahr 1942 wurden 165 Chinesen nach Hamburg zum Arbeitseinsatz überstellt, sie leisteten <a href="NS-Zwangsarbeit" class="mw-redirect" title="NS-Zwangsarbeit">Zwangsarbeit</a> in Wäschereien und in der Binnenschifffahrt. Viele von ihnen kamen in der Folgezeit bei ihren Landsleuten in St. Pauli und Umgebung unter, einigen gelang mit Hilfe des <a href="Deutsches_Rotes_Kreuz" title="Deutsches Rotes Kreuz">Deutschen Roten Kreuzes</a> die Aus- und Heimreise.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Chinesenaktion">Chinesenaktion</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Chinesenaktion" title="Chinesenaktion">Chinesenaktion</a></i></div>
<p>Am 13. Mai 1944 organisierte die Gestapo unter der Bezeichnung <i>Chinesenaktion</i> eine großangelegte Razzia und Massenverhaftung. Kriminal- und <a href="Ordnungspolizei" title="Ordnungspolizei">Ordnungspolizei</a> riegelten einige Straßen rund um das Chinesenviertel ab und verhafteten insgesamt 130 chinesische Männer sowie einige deutsche Frauen, die mit ihnen befreundet waren oder zusammenlebten. Der kollektive Vorwurf lautete <i><a href="Kriegsverrat_im_Nationalsozialismus" title="Kriegsverrat im Nationalsozialismus">Feindbegünstigung</a></i>, da die Ausreise chinesischer Seeleute betrieben worden war und die nun Verhafteten gewusst hätten, dass die Ausgereisten wieder in englische Dienste treten würden. Sie wurden zunächst zur <a href="Davidwache" title="Davidwache">Davidwache</a>, später zum <a href="KZ_Fuhlsb%C3%BCttel#Polizeigefängnis_von_1935_bis_1945" title="KZ Fuhlsbüttel">Gestapo-Gefängnis Fuhlsbüttel</a> gebracht. Dort kam es zu schweren Misshandlungen und Folterungen, die einige der Gefangenen nicht überlebten. 60 bis 80 Personen wurden im Herbst 1944 dann an das <a href="Arbeitserziehungslager_Langer_Morgen" title="Arbeitserziehungslager Langer Morgen">Arbeitserziehungslager Langer Morgen</a> weitergeleitet, hier starben an den unmenschlichen Lagerbedingungen und an willkürlichen Misshandlungen nachweislich 17 Menschen, doch ist tatsächlich von einer wesentlich höheren Zahl von Toten auszugehen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Andere Chinesen wurden nach mehreren Monaten im Gefängnis Fuhlsbüttel entlassen oder aber Zwangsarbeiterkolonnen zugewiesen, einige brachte man in das <a href="KZ_Neuengamme" title="KZ Neuengamme">KZ Neuengamme</a>. Die mit Chinesen befreundeten oder liierten Frauen wurden als <i>Chinesen-Dirnen</i> beschimpft, als <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostituierte</a> stigmatisiert und als „geschlechtskrank“ in Anstalten und <a href="Konzentrationslager" title="Konzentrationslager">Konzentrationslager</a> eingewiesen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die meisten Namen der Opfer und auch deren Zahl blieben unbekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nachklang">Nachklang</h2></div>
<p>Als Relikt des Chinesenviertels gilt die „Hongkong-Bar“ am Hamburger Berg, die von Chong Tin Lam (1907–1983), der 1926 als Schiffskoch nach St. Pauli gekommenen war, 1938 als China-Restaurant eröffnet wurde. Auch Chong wurde bei der Chinesenaktion am 13. Mai 1944 von der Gestapo verhaftet und ein Jahr in verschiedenen Lagern misshandelt und gefoltert. Seine Lebensgefährtin Lina Donatius und seine 1942 geborene Tochter Marietta Solty waren als Angehörige ebenfalls von der Chinesenaktion betroffen, eine <a href="Deutsche_Wiedergutmachungspolitik" title="Deutsche Wiedergutmachungspolitik">Wiedergutmachung</a> wurde seitens der Behörden nach dem Krieg abgelehnt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Chong die Gaststätte zunächst als „Hongkong-Restaurant“ weiter, benannt nach seiner Heimstadt und ergänzte dies durch einen Hotelbetrieb. Von 1983 bis zu ihrem Tod 2021 betrieb die Tochter Marietta Solty die Bar und das zugehörige Hotel.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 2009 entstand der Dokumentarfilm <i>Fremde Heimat</i>, der die Geschichte des Hamburger Chinesenviertels und das Schicksal von Chong Tin Lam rund um die Hongkong-Bar thematisiert.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 2019 verlegte der Künstler <a href="Gunter_Demnig" title="Gunter Demnig">Gunter Demnig</a> vor der Bar einen <a href="Stolperstein" class="mw-redirect" title="Stolperstein">Stolperstein</a> für Chong Tin Lam.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vor der Schmuckstraße 7 wurde für den Gastwirt Woo Lie Kien (1885–1944) ebenfalls ein Stolperstein verlegt. Er war bei der Chinesenaktion verhaftet und in Fuhlsbüttel misshandelt worden, so dass er am 23. November 1944 im Krankenhaus Barmbek starb.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1996 installierten die Künstler <a href="Gerd_Stange" title="Gerd Stange">Gerd Stange</a> und <a href="Michael_Batz" title="Michael Batz">Michael Batz</a> in der Schmuckstraße eine Erinnerungstafel, die auf das Chinesenviertel und dessen Ende durch die Chinesenaktion hinwies. Im September 2012 ersetzte das <i>St.-Pauli-Archiv</i> das über die Jahre marode gewordene Schild durch eine Tafel am Grünstreifen der Schmuckstraße Ecke Talstraße.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>. Dölling und Galitz, München 2006, ISBN 978-3-937904-36-8.</li>
<li><span class="cite">Lars Amenda: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh/digbib/view?did=c1:58225&sdid=c1:58235"><i>„Chinesenaktion“: Zur Rassenpolitik und Verfolgung im nationalsozialistischen Hamburg.</i></a> In: <i>Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte, Band 91.</i> 2005, <span style="white-space:nowrap;">S. 103–132</span>,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 8. Mai 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AHamburger+Chinesenviertel&rft.title=%E2%80%9EChinesenaktion%E2%80%9C%3A+Zur+Rassenpolitik+und+Verfolgung+im+nationalsozialistischen+Hamburg&rft.description=%E2%80%9EChinesenaktion%E2%80%9C%3A+Zur+Rassenpolitik+und+Verfolgung+im+nationalsozialistischen+Hamburg&rft.identifier=&rft.creator=Lars+Amenda&rft.date=2005&rft.language=de"> </span></li>
<li>Helmut Ebeling: <i>Schwarze Chronik einer Weltstadt – Hamburger Kriminalgeschichte 1919 bis 1945</i>, Kabel, Hamburg 1980, ISBN 3-921909-30-9.</li>
<li>Bernd Eberstein: <i>Hamburg-China Geschichte einer Partnerschaft</i>, Christians, Hamburg 1988, ISBN 3-7672-1022-3.</li>
<li>Renate Hücking, Ekkehard Launer: <i>Chinatown – Keine große Freiheit</i>; in: <i>Tuten & Blasen. Hamburger Hafenrundfahrten durch acht Jahrhunderte.</i> Galgenberg, Hamburg 1989, ISBN 3-925387-42-0</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Lars Amenda: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.unter-hamburg.de/tunnel_unter_st__pauli.344.0.html">Geheime Tunnel unter St. Pauli? – Gerüchte über das „Chinesenviertel“ in den 1920er Jahren</a>, Hamburg 2008</li>
<li>Lars Amenda: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208785/default.aspx">Metropole, Migration, Imagination – Chinesenviertel und chinesische Gastronomie in Westeuropa 1900–1970</a>, Zeitgeschichte online, 2007</li>
<li><span class="cite">Hanna Huhtasaari: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140508211923/http://www.spiegel.de/einestages/hamburgs-vergessene-chinatown-opium-und-pils-vom-fass-a-947840.html"><i>Opium und Pils vom Fass – Hamburgs vergessene Chinatown.</i></a> In: <i>Spiegel Online.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 7. Mai 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AHamburger+Chinesenviertel&rft.title=Opium+und+Pils+vom+Fass+%E2%80%93+Hamburgs+vergessene+Chinatown&rft.description=Opium+und+Pils+vom+Fass+%E2%80%93+Hamburgs+vergessene+Chinatown&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20140508211923%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Feinestages%2Fhamburgs-vergessene-chinatown-opium-und-pils-vom-fass-a-947840.html&rft.creator=Hanna+Huhtasaari&rft.language=de"> </span></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.mare.de/index.php?article_id=470&setCookie=1"><i>Als St. Pauli sein Lächeln verlor</i>. mare online, Februar 2008</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-damals-NS-Terror-gegen-Chinesen,hamj147112.html"><i>Hamburg damals: NS-Terror gegen Chinesen</i></a> am 12. Mai 2024 auf ndr.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Die Behandlung der Feuerleute auf den Schiffen des Norddeutschen Lloyd</i>, in: Hamburger Echo, Nr. 121 vom 24. Mai 1892, zitiert nach: Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>; München 2006, S. 40</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>St. Pauli und die Prostitution. Ein Vorschlag zur Sanirung unhaltbarer Verhältnisse von mehreren St. Paulianern</i>, Hamburg 1899, S. 3, zitiert nach: Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>; München 2006, S. 50</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>, S. 107</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.abendblatt.de/hamburg/article107432143/Mitten-in-Hamburg-eine-Zeitreise-nach-Chinatown.html"><i>Mitten in Hamburg – eine Zeitreise nach Chinatown</i>, Hamburger Abendblatt vom 26. Juli 2008</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hamburg-global.de/v1.0/placemarks/91">Webmap Hamburg Global: Von China auf die Große Freiheit. Chinesische Migration in Hamburg im 20. Jahrhundert</a>, abgerufen am 28. Dezember 2013</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke Band 5, S. 282</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Renate Hücking, Ekkehard Launer: <i>Chinatown – Keine große Freiheit</i>, S. 71</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Renate Hücking, Ekkehard Launer: <i>Chinatown – Keine große Freiheit</i>, S. 71</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Renate Hücking, Ekkehard Launer: <i>Chinatown – Keine große Freiheit</i>, S. 71; Werner Skrentny: <i>Hamburg zu Fuß. 20 Stadtteilrundgänge</i>, 1992, S. 158; Ilona Kiss: <i>Kriminalspaziergang</i>, S. 214</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Werner Skrentny: <i>Hamburg zu Fuß. 20 Stadtteilrundgänge</i>, 1992, S. 159</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Ludwig Jürgens: <i>St. Pauli. Bilder aus einer fröhlichen Welt</i>, Hamburg 1930, S. 17 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.abendblatt.de/hamburg/article107432143/Mitten-in-Hamburg-eine-Zeitreise-nach-Chinatown.html"><i>Mitten in Hamburg – eine Zeitreise nach Chinatown</i>, Hamburger Abendblatt vom 26. Juli 2008</a></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>, S. 108 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Schnellbrief des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern Reinhard Heydrich an alle außerpreußischen Landesregierungen, Gestapa, RKPA, sämtliche Stapoleitstellen vom 25. Januar 1938, zitiert nach Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>, S. 110</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>, S. 114.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>, S. 129.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Lars Amenda: <i>Fremde, Hafen, Stadt: chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897–1972</i>, S. 115 ff., 124</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.abendblatt.de/kultur-live/article107724633/Auf-Spurensuche-Ein-Stueck-China-auf-St-Pauli.html">Hamburger Abendblatt vom 26. Januar 2012</a>; <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20121219205710/https://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/2620/opium_und_pils_vom_fass.html">Hanna Huhtasaari: <i>Opium und Pils vom Fass – Hamburgs vergessene Chinatown</i>, Spiegel online, September 2011</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. Dezember 2012 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Artikel „Die ‚Schneeflocke‘ vom <a href="Hamburg-St._Pauli#Der_„Hamburger_Berg“" title="Hamburg-St. Pauli">Hamburger Berg</a>“ in <a href="Hinz%26Kunzt" title="Hinz&Kunzt">Hinz&Kunzt</a>. Das Hamburger Straßenmagazin. Nr. 302, Ausgabe April 2018. Seite 32–37.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://hotel-bar-hongkong.de/story/"><i>Geschichte - Bar Hotel Hong-Kong.</i></a> 8. Mai 2024,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 14. März 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AHamburger+Chinesenviertel&rft.title=Geschichte+-+Bar+Hotel+Hong-Kong&rft.description=Geschichte+-+Bar+Hotel+Hong-Kong&rft.identifier=https%3A%2F%2Fhotel-bar-hongkong.de%2Fstory%2F&rft.date=2024-05-08&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.fremde-heimat.de/Filminhalt.html">Fremde Heimat. Ein Dokumentarfilm</a></span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.lars-amenda.de/2022/06/22/marietta-solty-1942-2021/">Lars Amenda: Marietta Solty (1942-2021)</a>, abgerufen am 14. März 2025</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://stolpersteine-hamburg.de/index.php?&MAIN_ID=7&p=109&BIO_ID=3087">stolpersteine-hamburg.de: Woo Lie Kien</a></span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131206174900/http://www.st-pauli-archiv.de/dokumente/Gedenktafel_Chinesenviertel_St-Pauli.pdf">St. Pauli-Archiv: <i>Gedenktafel an das Chinesenviertel in St. Pauli</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 6. Dezember 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (PDF; 389 kB), abgerufen am 16. März 2013</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">53.551244</span><span class="longitude">9.958936</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:53.551244,9.958936"><span title="Breitengrad">53° 33′ 4,5″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">9° 57′ 32,2″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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